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Bereits in unserem letzten Newsletter hatten wir Sie über den Gesetzentwurf zur Erleichterung der Bewältigung von Konzerninsolvenzen vom 30. Januar 2014 informiert, der nach einer ersten Lesung im Bundestag am 2. April 2014 Thema einer Sachverständigenanhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz war. Im Rahmen dieser Sachverständigenanhörung standen jedoch weniger die Regelungen zum Konzerninsolvenzrecht im Vordergrund. Der Fokus der Anhörung lag vielmehr auf der Frage, ob und in welchem Umfang angesichts der Kritik zahlreicher Wirtschaftsverbände (wir berichteten) Korrekturen an den Vorschriften über die Insolvenzanfechtung erforderlich sind. Während die Sachverständigen die vorgeschlagenen Regelungen zum Konzerninsolvenzrecht überwiegend begrüßten und lediglich Kritik an Details äußerten, warnten die angehörten Experten vor übereilten Änderungen im komplexen Insolvenzanfechtungsrecht. Mittlerweile liegen verschiedene Vorschläge für Änderungen zum Anfechtungsrecht vor, die in der Fachöffentlichkeit kontrovers diskutiert werden. Dabei scheint die Aufregung um das Thema angesichts der Tatsache, dass bislang ausschließlich zum Tatbestand der Vorsatzanfechtung bei kongruenter Deckung diskutiert wird, etwas zu groß zu sein. Die bisherigen Äußerungen des Bundesministers für Justiz und Verbraucherschutz lassen erkennen, dass in naher Zukunft hierzu mit einem konkreten Regelungsvorschlag zu rechnen ist. Wir werden Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.